Seit 1964 bietet das Theater Winkelwiese zeitgenössischen Theatertexten eine Bühne. Das Theater Winkelwiese sucht nach starken Geschichten und eigenwilligen Erzählstimmen und bietet seit über fünf Jahrzehnten die Chance, aktuelles und ...
Das Ende des Westens
von Lars Werner / + Nachgespräch mit Slawistin Philine Bickhardt
++ Am 24. November findet im Anschluss an die Vorstellung (ca. 21:30 Uhr) ein Nachgespräch mit der Slawistin Philine Bickhardt statt. Eintritt frei ++
Globalisierung, Baby! Ikonische Sex-and-the-City-Looks, Viva und MTV, endlich die neue CD der Lieblingsband im Verkauf: das Gefühl vor der Jahrtausendwende lässt uns nicht los. Die Welt schien noch in Ordnung, die grosse Vision einer besseren Zukunft wartete auf uns. Doch die Versprechen haben sich nicht eingelöst.
Die Hoffnung auf eine bessere Welt ist nicht nur vorbei, sondern gegen die Wand gefahren. Statt gemeinsamen Werten sind da geopolitische Fragmentierung und Ohnmacht, Handelskonflikte, Krieg – statt in Zukunftseuphorie wachsen die kommenden Generationen in Zukunftsangst auf. Wir schauen Kriegen auf Screens zu. Und während Internet und Technologie einmal als Versprechen galten, sind da heute Überwachung, Kontrollverlust, Arbeitsplatzunsicherheit und – Desinformation.
Und so arbeitet Sascha in einer russischen Trollfabrik. Oder wie es ihr Arbeitgeber formulieren würde: Sie schreibt als Autorin an der grossen Hitserie unserer Zeit: «Das Ende des Westens». Und das beginnt viel früher. In einem Wohnzimmer der 90er Jahre schaltet jemand den Fernseher ein. Flimmert da schon die Einbetonierung in vertraute Informationsblasen? Während die Serie auf dem Fernseher läuft, löst sich zwischen Bildschirm und Plüschkissen nach und nach etwas auf. Irgendetwas lauert da zwischen Geborgenheit und Bedrohung, zwischen Vertrautheit und Irritation. Und da liegt noch diese Autobiografie einer Politikerin herum, das Radio berichtet über einen Angriff in einem Theater. Dabei will man doch einfach nur eine gute Zeit haben, gerade jetzt, wo der Liberalismus den globalen Sieg feiert und Konsum zur Identität werden darf.
Auf Grundlage einer umfassenden Recherche hat Autor*in Lars Werner ein erzählendes Bühnenstück über Struktur und Vorgeschichte heutiger Desinformation geschrieben. Regisseur Fynn Malte Schmidt inszeniert daraus einen Abend zwischen Popkultur und Politik. Das Ende des Westens gräbt in den Trümmern des Kalten Kriegs nach den Ursprüngen unserer brüchigen Gesellschaften. Ein aussergewöhnlicher Abend aus Politthriller, Märchen und grossem Entertainment. Vielleicht ist alles doch näher an uns, als wir gedacht haben.
"Das Ende des Westens ist ein Stück, das aufrüttelt, ästhetisch Spass macht, einen aufgrund des Tempos wach werden lässt, und dabei unablässig Fragen aufwirft: Was ist hier echt, was wahr, was bewirken meine Klicks, welche Fakten bilden überhaupt die Wahrheit, und was kann ich noch glauben in dieser überkomplexen Gegenwart?"
(Sira Negri, KulturZueri)
"Das Ende des Westens [ist ein] Abend, der auf unterhaltsame Art aufzeigt, wie die westliche Weltordnung mit Desinformation gegen die Wand gefahren wird."
(Linus Baur, seniorweb)
zur Website der Veranstalter:in
Dienstag, 24. November 2026
20:00 Uhr
CHF 40 / CHF 32 / CHF 15
Sonntag, 22. November 2026
16:00 Uhr
CHF 40 / CHF 32 / CHF 15
Dienstag, 01. Dezember 2026
20:00 Uhr
CHF 40 / CHF 32 / CHF 15
Donnerstag, 03. Dezember 2026
20:00 Uhr
CHF 40 / CHF 32 / CHF 15
Sonntag, 06. Dezember 2026
16:00 Uhr
CHF 40 / CHF 32 / CHF 15
Mit: Sofia Borsani, Janna Rottmann, Stefanie Steffen, Fredy Goldschmid, Balts Berger
Sprecher: Martin Bonvicini
Text: Lars Werner
Regie: Fynn Malte Schmidt
Konzeption: Fynn Malte Schmidt, Stefanie Steffen
Dramaturgie: Anna Bertram
Bühne: Elisabeth Fritsch
Kostüm: Lenki Behm
Musik: Salomé Käsemodel, David Bircher
Video: Jana Schlegel
Regieassistenz: Andrea Uhl
Technik: Patrick Meury, Paul Schuler
Theater Winkelwiese
Winkelwiese 4
8001 Zürich
+41 (0)44 252 10 01
office@winkelwiese.ch
Zugänglichkeit:
Infos Zugänglichkeit:
Anreise
Das Theater Winkelwiese befindet sich in der denkmalgeschützten Villa Tobler und liegt ca. 350 Meter von der Haltestelle Kunsthaus entfernt. Es müssen zwei Strassen überquert werden. Die letzten ca. 50 Meter führen über eine gepflasterte Strasse mit leichter Steigung.
Rollstuhlgängige Parkplätze befinden sich im Parkhaus Hohe Promenade.
Der Haupteingang führt über zwei Treppen (drei und fünf Stufen). Rechts neben dem Haupteingang befindet sich ein stufenloser Seiteneingang, der nur in Begleitung des Personals zugänglich ist. Von hier gelangt man mit einem Lift ins Foyer.
Im Haus
Die Kasse ist mobil und befindet sich nicht immer am gleichen Ort. Aufgrund der Schutzmassnahmen (Coronavirus) sind momentan Glasscheiben an der Kasse und Bar installiert.
Der Theatersaal und die Bar sind vom Foyer aus über eine fix installierte Rampe erreichbar. Die Raumsituation kann sich je nach Produktion ändern.
Links neben dem Lift befindet sich eine rollstuhlgängige Toilette.
Reservation und Tickets
Rollstuhlplätze können via Reservationsformular (bitte unter „Bemerkungen“ angeben) oder unter office@winkelwiese.ch / +41 (0)44 252 10 01 reserviert werden.
Assistenzpersonen, die Menschen mit einer Behinderung zu einer Vorstellung begleiten, erhalten eine Freikarte.


