Die IG Rote Fabrik ist ein Verein, der die Vermittlung und Förderung von zeitgenössischer und kritischer Kultur bezweckt. Seit 1980 bietet die IG Rote Fabrik eine wertvolle Alternative für den Kulturgenuss, der fernab von Mainstream und ...
Kümmernis
von Marie Popall & Team
«For all of those who, without having heard her story, claim that she did not exist.»
In a new performance, Marie Popall and her team turn their attention to the forgotten folk saint St. Kümmernis. Hieronymus Bosch depicted the martyr in a dress and with a soft beard on her chin, hanging on a cross. The Catholic Church sought to erase her from history. The performers communally bring her legend into their midst. Through choreographic gestures and towering voices, an echo emerges within their bodies, bringing the past, present, and future into resonance. Amidst desire and resistance, Kümmernis is elevated to an icon: With her flowing dress and hairy mouth, she speaks out against binary categorizations and defiantly reflects the viewer’s gaze. The performers radically shed what clings to them, collectively exploring visions of their own bodies and voices. *quote adapted from Olga Tokarczuk *** «For all of those who, without having heard her story, claim that she did not exist.» *Marie Popall und ihr Team wenden sich in ihrer Performance der vergessenen Volksheiligen St. Kümmernis zu. Hieronymus Bosch malte sie als Märtyrerin am Kreuz mit Kleid und sanftem Flaum am Kinn, die katholische Kirche versuchte sie auszulöschen.
Kollektiv türmen die Performenden die Legende zwischen sich auf. In choreografischen Gesten und mit überlagernden Stimmen entsteht in ihren Körpern ein Echo, das Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges miteinander in Resonanz bringt. Zwischen Scham, Begehren und Widerstand wird Kümmernis zur Ikone erkoren. Sie spricht mit flatterndem Kleid und haarigem Mund gegen binäre Zuschreibungen und spiegelt den Blick herausfordernd zurück. Radikal lösen sich die Performenden von dem, was an ihnen klebt, und testen gemeinsam Visionen ihrer Körper und Stimmen aus.
*Zitat adaptiert von Olga Tokarczuk
***
Dauer/Duration: ca. 60 min
Sprache/Language: Englisch
***
Performance Eman Hussein, évo mine lambillon, Marie Popall
Regie/Choreografie Marie Popall
Dramaturgie/ Co-Regie Madeleine Lauw
Bühne/Licht Lilli Unger
Sound Zooey Agro
Kostüm Carolina Misztela
Fotos Philip Frowein
Grafikdesign Roxy Zeiher
Produktionsleitung Fiona Schreier
ProduktionVerein Antagonist*innen
Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik
Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent
zur Website der Veranstalter:in
Donnerstag, 15. Oktober 2026
20:00 Uhr
Samstag, 17. Oktober 2026
20:00 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 2026
18:00 Uhr
Dienstag, 20. Oktober 2026
20:00 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober 2026
20:00 Uhr
Fabriktheater
Seestrasse 395
8038 Zürich
+41 (0)44 485 58 28
fabriktheater@rotefabrik.ch
Zugänglichkeit:
Infos Zugänglichkeit:
Sämtliche Veranstaltungsräume in der Roten Fabrik sind rollstuhlgängig.

