Any Given Monday

Was du montags tun kannst, um zu vergessen, dass es Montag ist.

1. Setz dich als Erstes ins Lunchkino

Schlaf bis kurz vor Mittag, spritz dir etwas Wasser ins Gesicht, kauft dir eine Tüte Popcorn und setz dich ins Lunchkino (jeden Tag um 12:15 Uhr im Kino Le Paris). Das Programm sitzt, seit immer. Aktuell läuft der Film «OPERATION MINCEMEAT», in welchem zwei britische Geheimdienstoffiziere einen gewagten Plan aushecken, um die Nazis zu täuschen. Das Erlebte kannst du dann bei einem Spaziergang am See oder im Rieterpark verarbeiten. Und danach geht man am besten gleich nochmals ins Kino – zum montaglichen Einheitspreis von 14 CHF.

12:00 Uhr | Arthouse Le Paris

2. Bilde dich weiter

Besuch einen Volkshochschulkurs wie z.B. «Lateinamerika zwischen Aufbruch und Abgründen» (19:30 Uhr, Hauptgebäude Universität Zürich) und erfahre mehr über die Hintergründe der Schwankungen zwischen demokratischem Aufbruch und autoritären Abgründen in Mittel- und Südamerika. Ganz ohne Notendruck.

Lateinamerika zwischen Aufbruch und Abgründen

Volkshochschule Zürich

Lateinamerika zwischen Aufbruch und Abgründen

Um die Jahrtausendwende präsentierte sich Lateinamerika als Erfolgsgeschichte. Diktaturen waren fast überall Demokratien gewichen, hohe Rohstoffpreise ...

3. Erlebe Zürich paddelnd neu

Miete dir beim ehemaligen Schweizer Profikanupolospieler Neklan Unger unten am Schanzengraben bei der Börse ein Kajak und paddle bis zur Saffainsel und zurück. Du wirst dich neu in Zürich verlieben. Der Tricky Part: Das Ein- und Aussteigen.

Züri Urban Kayak

4. Sauniere auf dem See

Stich mit dem Saunaboot und fünf Freund:innen in See. Natürlich mitsamt Bad im Zürisee.

5. Einen edlen Tropfen geniessen

Reserviere einen Tisch in der Kronenhalle, bestell einen Pinot Noir von Erich Meier aus Erlenbach und fühl dich mindestens so wichtig wie die Kunst an der Wand oder der ehemalige Nati-Trainer am Nebentisch. Schon klar: Dieser Trick ist nur für die Wenigsten unter uns wöchentlich anwendbar.

 

6. Immer wieder auf den «Huusberg»

Lauf regelmässig auf den Uetliberg und nimm dabei immer einen neuen Weg. Du wirst staunen, wie viele es gibt und wo sie dich urplötzlich hinführen.

7. Lass dich führen

Mach eine Führung mit, zum Beispiel durch Zürichs Untergrund und erfahre, was für Geheimnisse diese Stadt verbirgt.

 

Einst hatte das Fraumünster zwei Türme, wie der Plan von Jos Murer (1576) zeigt. © Zentralbibliothek Zürich, gemeinfrei© Zentralbibliothek Zürich, gemeinfrei

Altstadtkirchen Zürich

Führung: Fraumünster archäologisch

Das Fraumünster und der Münsterhof bergen im Untergrund architektonische Überreste aus vielen Jahrhunderten. Andrea Rumo von der Stadtarchäologie ...

8. Mach eine Fernreisen im Kopf

Iss ein fruchtig bestücktes Açaí in der Juicery 21 (Sihlstrasse 93, Amtssprache Englisch) oder in der Tapiocaria (Kasernenstrasse 15, Amtssprache Portugiesisch) und lass dir anschliessend zum Beispiel von Oliver «Reezm» Fitze und Michael «Kejeblos» Büchel im Hum Records (Ankerstrasse 11) die Musik zur mentalen Fernreise verabreichen. Wir brauchen alle mehr Marcos Valle in unserem Leben.
 

9. Schippere nach Rappi

Setz dich um 9:20 Uhr in ein Züriseeschiff und lass dich in zwei Stunden nach Rapperswil schippern. Dort angekommen, ist es Zeit für eine Suppe am entspanntesten Ort am ganzen See: dem Café Hintergass. Any Given Day ausser Montag und Dienstag empfehlen wir anschliessend ein Stück Kuchen im nur zehn Minuten entfernten Bistro Inä.

Von Adrian Schräder am 19. Mai 2022 veröffentlicht.

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