Literarische Highlights im Februar

Es zischelt und knallt zwischen den Seiten, Trompeten treffen auf klangvolle Elektronik, der Februar wird laut und bewegt: Mit einem explosiven Filmklassiker, viel Livemusik zwischen Worten und Sätzen und darüber schwebend die ewige Frage, wie soll man leben?

Lazar oder: Wie soll man leben?

Mit seinem Generationenroman über Aufstieg und Fall des ungarischen Aldesgeschlechts landete der 22-jährige Nelio Biedermann den Überraschungshit des letzten Jahres. Ein Roman wie eine Welt, die überwältigende Saga einer Familie, getrieben von der Liebe und Sehnsucht nach ihr. Die Existenz spiegelnd, die Tragik und Schönheit. Und die ewige Frage, wie man leben soll. In Thalwil ist es für den jungen Autor quasi ein Heimspiel und im Gespräch mit der Literaturagentin Hannah Nuspliger-Fosh gibt es interessantes aus dem Entstehungsprozess der Familiensaga zu hören. 

Donnerstag, 12. Februar, Kulturraum Thalwil, 20 Uhr, Eintritt: CHF 35/ Legi 15

Lazar

Kulturraum Thalwil

Lazar

Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie ...

Living in the present – die Essenz der Sprache

Eine Hommage an den minimalistischen amerikanischen Dichter und Asketen Robert Lax, der von 1915 bis 2000 lebte. Die vom Filmemacher Nicolas Humbert in den 90er Jahren gemachten Tonaufnahmen des seine Gedichte vortragenden Dichters treffen auf fantasievolle Klangfarben der Trompeterin Carina Khorkhordina und der Elektronikerin Miki Yui. Die live gespielte Musik spiegelt die reflektierende Poesie von Lax wider. Eine Reduktion, in der einzelne Wörter und Silben die Essenz der Sprache reduzieren. 

Samstag 21. Februar, Cabaret Voltaire, 22 Uhr

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Literaturhaus Zürich

Living in the Present: Miki Yui (Elektronik), Carina Khorkhordina (Trompete), Robert Lax (Stimme) & Nicolas Humbert (Field Recordings)

Eine lyrisch-musikalische Late Night im Cabaret Voltaire.Diese Performance ist eine Hommage an den minimalistischen amerikanischen Dichter und Asketen ...

«Zabriskie Point», der explosive Filmklassiker als Carte Blanche von Zora del Buono

Antonionis Klassiker blickt auf die USA während der turbulenten 1960er-Jahre und sprengt buchstäblich den American Way of Life in die Luft. Für Schriftstellerin Zora del Buono ein prägendes Kinoerlebnis. Was sie am Film fasziniert und was Zabriskie Point über die heutigen USA aussagt, erzählt sie im Gespräch. Zora del Buono ist Architektin und vielfach ausgezeichnete Journalistin und Autorin (für «Seinetwegen» erhielt sie 2024 den Schweizer Buchpreis). Vier ihrer acht Bücher spielen in den USA. Ihre Faszination für das Land begann als Siebzehnjährige während einer Reise: Die Weite der Landschaft, die Highways, die Verlorenheit des Menschen in der Natur, all das galt ihr als Freiheitsversprechen. Im Laufe der Jahrzehnte wurde ihr Blick auf die amerikanische Gesellschaft kritischer, und so wurden es ihre Texte. Mit Isabelle Vonlanthen unterhält sich Zora del Buono über ihre Liebe zu den USA, über diesen Film und darüber, ihn zu einem Erlebnis für sie gemacht hat.

Montag, 23. Januar 2026, Kino Xenix, 20 Uhr, Ticketkauf direkt über www.xenix.ch

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Literaturhaus Zürich

Carte Blanche für Zora del Buono: «Zabriskie Point» von Michelangelo Antonioni

Die USA in den 1960-er Jahren: Ein explosiver Filmklassiker und ein Gespräch im Kino Xenix. Moderation: Isabelle VonlanthenAntonionis Klassiker (USA 1970; ...

Utopia hinter den Kulissen mit Sibylle Berg

Sie ist eine der prägnantesten Stimmen unserer Zeit. Kaum jemand seziert Gegenwart und Machtverhältnisse besser als Sibylle Berg, Autorin, Denkerin und Mitglied im Europäischen Parlament. Im «Deep Talk» trifft sie auf Marah Rikli, queere, betreuende Angehörige, Aktivistin und Mutter eines behinderten Kindes. Während Berg in ihrem neuen Roman eine Zukunft jenseits von Ausbeutung und Erschöpfung entwirft, schreibt Rikli seit Jahren darüber, wie gerechtere Systeme und Beziehungen aussehen müssten. Und schon die Ausschreibung weckt ein Kribbeln, die Kraft des nahenden Frühlings zu nutzen, um Denkmuster neu aufzubrechen. Ein Abend zum direkt in den Kalender eintragen! 

Donnerstag 26. Februar, Comedy-Haus, 19:30, Eintritt: CHF 35/Legi 25, mIt Gebärdensprachendolmetschung, Mehr Infos auf comedyhaus.ch

Von Seraina Kobler am 05. Februar 2026 veröffentlicht.

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